Kategorie: Essen und Trinken

  • La Paninoteca – Hamburg

    La Paninoteca – Hamburg

    Auf einem meiner kleinen Abstecher in die Hamburger Innenstadt war ich schon zwei Mal Gast in La Paninoteca – Italienisches Café & Bistro an der Hamburger Binnenalster. Es liegt direkt hinter der Europapassage am Ausgang Jungfernstieg von U- und S-Bahn. Ich wünschte es wäre ein Geheimtipp. Aber aufgrund der Lage ist es das sicher nicht.

    Nichtsdestotrotz ist es ein tolles Café und Bistro. Und es wirkt authentisch italienisch. Das liegt sicherlich daran, dass es von einer italienischen Familie geführt wird und dass andere (Exil-) Italiener hier auch sehr gerne herkommen. Darauf lassen die lebhaften italienischen Gesprächsfetzen zwischen Personal und Gäst:innen oder auch zwischen Gäst:innen schließen.

    Bei meinem ersten Besuch habe ich mir ein Crostoni Parma, ein Cornetto Pistacchio und einen Cappuccino Pistacchio bestellt. Beides ein Traum für Menschen, die Pistazien mögen: An der Cappuccino-Tasse war ein Rand aus gemahlenen Pistazien und am Tassengrund Pistaziencrème. Letzteres war mir leider erst beim Austrinken aufgefallen…

    Und im Cornetto war auch reichlich Pistatziencrème. Fast schon etwas zuviel Créme.

    Das Crostoni war ein dick geschnittenes Sauerteigbrot mit Parmaschinken, Mozzarella, Pesto und Rucola belegt. Krachend knusprig mit intensivem Belag. Einfach lecker!

    Fazit

    Wer einmal eine Auszeit von Deutschland nehmen und mit Geist und Gaumen nach Italien reisen möchte, der muss zur La Paninoteca gehen!

    Das Ambiente ist eher modern, mit blankem Stahlbeton an Wänden und Decken. Aber Speisen und Getränke sind wie in Bella Italia. Da kann man sich auch mal das, vielleicht nicht so schöne, Hamburger Wetter wegträumen, während man an seinem Cappuccino nippt.

    Preislich war es kein Schnäppchen aber in Ordnung. Das Crostoni (11,50 €), das Cornetto (2,40 €) und der Cappuccino Pistacchio (6,50 €) ergaben zusammen eine Rechnung von 20,80 €.

    Adresse

    La Paninoteca | Italienisches Café & Bistro

    Alstertor 21

    20095 Hamburg

    la-paninoteca.com

    Instagram

    Bewertung

    Ambiente:

    Service / Freundlichkeit:

    Geschmack:

    Preis / Leistung:

    Gesamtwertung:

    PS

    Direkt gegenüber von La Paninoteca liegt übrigens das wunderbare Geschäft Dr. Goetze Land & Karte. Dort bekommt man alles über die ganze Welt: Landkarten, Atlanten, Reiseführer und Reiseliteratur.

  • Wie ich zum Kaffee kam

    Wie ich zum Kaffee kam

    Kaffee und ich. Das war eine lange und schwierige Kennenlernphase.

    Fast 40 Jahre meines Lebens konnte ich Kaffee einfach nichts abgewinnen. Kaffee war für mich einfach nur eine bittere, dünne, heiße, langweilige Flüssigkeit. Die verschiedenen Zubereitungsarten von Kaffee waren mir irgendwie supekt: Espresso, Latte Macchiato, Cappuccino, Americano, Café Latte und so weiter.

    Ich habe mehrfach versucht mich an Kaffee zu gewöhnen und bei manchen Gelegenheiten mal einen Versuch mit 50 % Milch, 50 % Kaffee und 40 % Zucker (ja ich weiß, das sind mehr als 100 %) gestartet. Geschmeckt hat es mir trotzdem nicht wirklich.

    French Press mit Kaffee

    Ich hatte mir dann für zuhause mal eine günstige French Press gekauft und damit experimentiert. Das war geschmacklich aber auch nicht viel besser als Filterkaffee.

    Danach bekam ich eine Dolce Gusto Maschine geschenkt und habe da etliche Kapseln verbraucht. Aber auf Dauer war mir das einfach viel zu viel Müll und zu teuer. Und geschmacklich nur süß und mit künstlichem Aroma.

    Das hat sich lange nicht geändert, bis ich vor ein paar Jahren dann mal einen Latte Macchiato probiert habe. Das ist ja fast nur heiße Milch mit einem Schuss Espresso. Mit etwas Zucker ging das ganz gut. Das war eine Weile mein Getränk. Später auch mal ein Cappuccino.

    So richtig auf den Geschmack gekommen bin ich dann im Urlaub in Italien 2024. Dort habe ich mehrere Cappuccini getrunken und sogar meinen ersten Espresso probiert! Der Espresso schmeckte, wider erwarten, wie ein Schluck Zartbitterschokolade. Wow!

    Frühstück mit Espresso im Italienurlaub 2024
    Frühstück mit Espresso im Italienurlaub 2024

    Seitdem ist mein Traum, mal eine eigene Siebträgermaschine zu besitzen und vielleicht selber mal einen solchen Espresso herzustellen zu können.

    Im Urlaub bestand Katharina dann darauf eine Bialetti Mokka-Maschine zu kaufen. Und seitdem braue ich regelmäßig einen Kaffee für uns damit. Wobei der Kaffee schon sehr stark ist und nichts mit einem Espresso zu tun hat.

    Bei unseren regelmäßigen Terminen in Hamburg vertreibe ich mir die Wartezeit meistens in Cafés und besuche immer mal wieder neue. Über die Zeit habe ich schon einige sehr nette gefunden. Unter anderem das La Paninoteca nahe der Alster, das Morgenstund nahe der Mundsburg (inzwischen mein Stamm-Café) oder das Klein und Kaiserlich in der HafenCity. Alle machen einen sehr guten Cappuccino!

    Cappuccino mit Pistaziencrème und Pistazienrand, La Paninoteca

    Ich bin gespannt wohin mich meine Reise durch das Kaffee-Universum noch führt.

  • Café Bakeliet – Kiel

    Café Bakeliet – Kiel

    Ganz in der Nähe des Exers in Kiel liegt das Café Bakeliet. Wie immer bin ich durch Google Maps darauf aufmerksam geworden. Der Name Bakeliet lehnt sich an die Bezeichnung für den schwarzen Kunststoff Bakelit vom Anfang des 20. Jahrhunderts ab, aus dem damals Lichtschalter und Telefone hergestellt wurden.

    Das Café

    Cafe Bakeliet von außen
    Cafe Bakeliet von außen

    Das Café liegt an der Ecke eines rot geklinkerten Wohnblocks. Bereits an der Fassade machen mehrere weihnachtlich geschmückte Kaffeesäcke auf das Café aufmerksam und zeigen an, dass hier Kaffee geröstet wird.

    Die Auslage sieht schon durch das Schaufenster sehr lecker aus. Glänzende Zimt- und Nougatschnecken fallen mir sofort ins Auge. Das verschnörkelte Logo der Hofbäckerei Bornhorst weist auf die Herkunft der Backwaren hin.

    Innen begrüßt mich gleich eine Kaffee-Röstmaschine. Am Tresen bestelle ich einen großen Cappuccino, eine Nuss-Nougat-Schnecke, ein Sprudelwasser und setze mich, im etwas höher gelegenen Gastraum, an einen kleinen Tisch für zwei Personen.

    Das Ambiente

    Das Ambiente versetzt mich gleich 90 Jahre zurück: Die Wände sind beige, alt und abgewetzt, an diversen Stellen ist der Putz abgebröckelt und das Mauerwerk ist zu sehen, offenliegende Holzbalken stützen die Decke, dicke, schwarze Stromkabel laufen auf den Wänden und Decken zu schwarzen Drehschaltern und die Tür zur Toilette ist eine stählerne Bunkertür mit Doppelriegel. Passend dazu ist das Mobiliar aus alten, einfachen Tischen und Stühlen.

    Alles wirkt sehr überzeugend wie aus den 1920ern. Aber eine stählerne Bunkertür, Holzbalken, Mauerwerk und die Elektroinstallation passen eigentlich absolut nicht zum Baujahr des Hauses. Aber erst jetzt, bei dem Lesen eines anderen Berichtes, wird bestätigt, dass es wirklich nur eine sehr gut gemachte Imitation der damaligen Zeit ist. Äußerst gelungen, wie ich finde. Laut Internetseite soll für die Zeit des Besuches auch „die Zeit stehen bleiben.“

    Man widmet sich hier im Café Bakeliet voll dem Thema Kaffee. Er wird hier vor Ort geröstet, es stehen dutzende Metalleimer mit unterschiedlichen Kaffeesorten an der Wand und man kann auch gleich Kaffeemaschinen, von der Aeropress bis zur Siebträgermaschine, und Zubehör kaufen.

    Cappucciono, Gebäck und Wasser
    Cappucciono, Gebäck und Wasser

    Der Kaffee ist sehr gut, auch wenn man ihn mir versehentlich mit Hafermilch anstatt Kuhmilch gemacht hat. Die Nuss-Nougat-Schnecke ist ok aber könnte irgendwie cremiger sein.

    Alles in allem habe ich mich im Café Baekliet sehr wohlgefühlt und würde jederzeit wiederkommen. Für meinen Verzehr habe ich moderate 11,30 € bezahlt.

    Bewertung

    Ambiente:

    Service / Freundlichkeit:

    Geschmack:

    Preis / Leistung:

    Gesamtwertung:

  • Bolle Pizza Sandwiches – Hegestraße

    Bolle Pizza Sandwiches – Hegestraße

    Bolle Pizza Sandwiches in der Hegestraße in Eppendorf hatte Katharina für uns herausgesucht. Scheint schon etwas gehypet zu sein. Sogar der YouTuber Sturmwaffel hat den Laden schon besucht und bewertet.

    Bestellt wird an Automaten ähnlich wie in großen Fast-Food-Restaurants. Bezahlt wird kontaktlos oder mit Karte. Getränke kann man sich selber aus dem Kühlschrank nehmen. Das Essen war schnell fertig und informiert wurden wir mit Piepern am Platz.

    Das Ambiente ist allerdings sehr minimalistisch gehalten. Rohe Wände, Edelstahlstühle und Metalltische. Fühlte sich eher an wie Mehrbettzelle im Gefängnis. Leider null gemütlich.

    Katharinas Sandwich und meine Pizza waren gut. Aber so unendlich begeistert war ich irgendwie nicht. Mir fehlte Salz. Aber es war schon eine gute bis sehr gute Pizza.

    Für eine Pizza, ein Sandwich und zwei Getränke haben wir 35,90 € bezahlt. Fair.

    Bewertung

    Ambiente:

    Service / Freundlichkeit:

    Geschmack:

    Preis / Leistung:

    Gesamtwertung:

    Bilder

  • Wie ich zum schottischen Whisky kam

    Wie ich zum schottischen Whisky kam

    Früher war Whisky ja überhaupt nicht mein Ding.

    Nachdem wir als junge Erwachsene um die Jahrtausendwende die Fanta-Korn/Cola-Korn-Phase beendet hatten, wurde Cola-Whisky unser Lieblingsgetränk. Am Anfang war es Jim Beam, später Jack Daniels (beide Bourbon-Whiskys aus den USA) oder schon Johnny Walker Red Label (ca. 12 € im Angebot). Aber schottischen (Single Malt) Whisky pur haben wir gemieden.

    Isle of Arran Distillery (2017). Heute heißt sie Lochranza Distillery.
    Isle of Arran Distillery (2017). Heute heißt sie Lochranza Distillery.

    Ronald fing irgendwann an, sich für besseren Whisky, schottischen Single Malt, zu interessieren. Und irgendwann fing er mit seinem Kumpel Daniel an, regelmäßig zur Whiskyprobe nach Husum in das Einstein zu fahren. Das taten die beiden zusammen mit ein paar weiteren Bekannten.

    Auf einer Party bei Ronald war ich dann doch interessiert am Whisky, obwohl ich ihn bisher geschmacklich nicht mochte. Also schenkte Ronald mir einen Schluck des „flüssigen Goldes“ ein. Es war ein stark rauchiger Whisky. Einen Laphroaig oder Ardbeg denke ich. Eigentlich beides Sorten, die eher etwas für Kenner oder Geübte sind. Denn diese beiden Whiskys riechen im Glas wie ein alter Räucherofen, ein Torffeuer, frischer Räucherschinken, alter Aschenbecher oder ein altes Lagerfeuer. Manchmal auch mit maritimer, salziger Note. Also eher speziell. Das klingt teilweise erstmal nicht so schön, riecht aber für mich/uns umso besser.

    Ich mochte den Geruch damals sofort und auch geschmacklich konnte ich mich daran gewöhnen. Noch heute ist Ronald erstaunt, dass das damals mein Einstieg in die Whiskywelt war.

    Eines Tages fragte Ronald mich dann, ob ich auch mal mit zur Whiskyprobe kommen wollen würde. Ich kam mit, es hat mir sehr gefallen und seitdem gehen wir regelmäßig wieder hin.

    Seitdem bin ich Whisky-Fan. Ich bezeichne mich selbst nur als Fan, weil ich zwar viel über Whisky und seine Herstellung weiß, schon etliche getrunken und auch schon 15 Destillerien auf bisher fünf Schottlandreisen besucht habe. Aber ich würde mich nie als Experten bezeichnen. Also eher Fan oder Liebhaber.

    In dem Sinne: Slàinte mhath! (gälischer Trinkspruch; bedeutet Gute Gesundheit oder so viel wie Prost oder Zum Wohl)