Nach dem Besuch von Planten un Bloomen wollte ich letztens eigentlich noch einen kleinen Nudelladen ganz in der Nähe der Messe besuchen. Leider wurde die Zeit dann aber doch zu knapp.
Wieder mal der Beweis dafür, dass man überall kleine und interessante Details zum fotografieren finden kann.
Schon sehr lange wollte ich mal zu Planten un Blomen. Bisher habe ich es aber nicht geschafft. Immer war etwas anderes wichtiger. Und über den Winter wollte ich da natürlich nicht hin. Ich möchte ja alles grün und blühend sehen!
Vergangene Woche war dann der perfekte Tag. Sonne satt und frühsommerliche Temperaturen. Herrlich.
Ich habe in der knappen Zeit allerdings nur den nördlichen Teil der Anlage geschafft.
Und leider blühte natürlich noch nicht alles. Der Rosengarten braucht noch Zeit.
Kleiner Tipp: Die Toilette am Tropengarten beim Ausgang unter dem Fernsehturm ist nagelneu und picobello sauber (70 cent).
Am Wochenende waren wir auf dem Weihnachtsmarkt auf Schloss Egeskov (Egeskov Slot). Katharina und ich haben uns vorgenommen immer mal neue Weihnachtsmärkte zu besuchen. Immer Flensburg oder Husum ist ja langweilig.
Über Schloss Egeskov
Schlosss Egeskov ist ein Wasserschloss aus dem 16. Jahrhundert und liegt auf der dänischen Insel Fünen (dänisch: Fyn) im Ort Kværndrup . Fünen ist die erste von den zwei großen Inseln auf dem Weg nach Kopenhagen bzw. Schweden. Seit 1986 ist es für die Öffentlichkeit zugänglich und beherbergt heute neben dem Schlossmuseum noch weitere Ausstellungen. Darunter sind Oldtimer, Flugzeuge, Motorräder, ein Museum zur Geschichte des Rettungswesens in Dänemark, eine Ausstellung von Puppenhäusern und zur Geschichte der Landwirtschaft, des Handels und des Handwerks.
Unser Besuch
Von Flensburg sind es bis Egeskov knapp zwei Stunden Fahrt. Wie immer war die Fahrt in Dänemark total entspannt und problemlos.
Als wir dann über die Straße fuhren und das erste Mal das Schloss und den Parkplatz davor sahen, stockte uns fast der Atem. Der Parkplatz sah aus wie bei einem Festival! Hatte sich ganz Dänemark dazu entschlossen heute herzukommen?
Eintrittskarten hatten wir bereits für 16 € (70 Kronen) pro Person online gekauft. So mussten wir nur an einem extra Zelt neben dem normalen Eingang die ausgedruckten QR-Codes scannen lassen und konnten das Gelände betreten.
Schon hinter dem Zelt konnten wir den Weg entlang zu den alten Scheunen schauen. Und wir sahen, wo die ganzen Menschen von den vielen Autos vom Parkplatz geblieben waren. Es war ganz schön voll!
So voll, dass vor den einzelnen Ständen für Essen und Getränke teils 30 m lange Schlangen waren.
Ein weiteres Problem war auch, dass viele Stände von den Ausstellern nur Bargeld oder MobilePay akzeptiert haben. Und wir hatten natürlich kein Bargeld mit…
Die paar Stände von Egeskov selbst hatten zum Glück Kartengeräte, die auch Kreditkarte oder kontaktlose Bezahlung erlaubten. Da haben wir dann erstmal 9 Æbleskiver mit Puderzucker und Marmelade (12 €) gegessen.
Durch die Scheunen mit den Ständen schoben sich die Menschen dicht an dicht. Besonders schlimm war es im alten Pferdestall (Hestestald). Da sind wir nach ein paar Metern wieder raus.
Wir haben uns dann hungrig für einen Teller Pølsemix (Pommes, Wurstscheiben und Ketchup) angestellt und ohne Übertreibung mehr als eine halbe Stunde gewartet! Da waren wir dann schon fast durchgefroren.
Alles in allem hat uns der Weihnachtsmarkt leider nicht so sehr gefallen. Grundsätzlich ist es ein tolles Gelände, ein hübsches Schloss und sehr viele nette Stände. Aber es waren uns einfach zu viele Menschen.
Wir werden aber das Schloss und seinen Park im nächsten Sommer mal in voller Blüte besuchen.
Nach dem Stop an den Landungsbrücken bin ich noch weiter Richtung St. Pauli. Bei der St. Pauli Kirche habe ich mich erst ins Café Zweite Liebe gesetzt und dort einen Cappuccino und ein Rührei mit Brot gegessen. Mit Elbblick!
Die weiteren Punkte auf dem Rückweg zu der U-Bahn Station Landungsbrücken waren: Friedhof St. Pauli Kirche, Hein-Köllisch-Platz, St. Pauli Hafenstraße, DWD.
Gerade St. Pauli hat mir wieder gezeigt: Man findet auch in der, vermeintlich, langweiligsten Gegend interessante Subjekte. Wenn man mit offenen Augen umherläuft.
Letzte Woche waren wir wieder in Hamburg. Und ich habe die Gelegenheit genutzt, mit meiner großen Kamera mal wieder etwas an den Landungsbrücken spazieren zu gehen.
Das Wetter war sehr gut und es waren trotzdem keine Menschenmassen unterwegs.
Am Sonntag den 6. Mai 2018 hatte ich mich mit der Mutter eines Freundes verabredet, denn sie wollte mir ein kleines „Geheimnis“ ganz in der Nähe zeigen. Und zwar das versteckte Moor im Weesrieser Wald. Also schnappten wir uns beide unsere Kameras und mit den Fahrrädern ging es als erstes in den Wald wo der Startpunkt dieser Exkursion sein sollte. Dort schlossen wir dann unsere Räder an und folgten dem kleinen Trampelpfad durch den Wald.
Große Motive gab es nicht zu entdecken. Aber mein Fokus lag vor allem auf den kleinen Motiven: Insekten und Pflanzen!
Durch die Baumkronen nach oben geschaut.
Ein erster Frosch war so geduldig mich nach genug ran zu lassen! Auf dem weiteren Weg versuchte ich ein paar Hummeln zu erwischen aber sie waren einfach immer zu schnell.
Nach weiteren zehn Minuten zu Fuß erreichten wir eine Art Damm über den der Weg direkt durch das Moor führt. Sehr malerisch bei dem Wetter. Links und rechts stehen kleine Bäume und der Weg schlängelt sich durch Heide und Heidelbeeren (?).
Ein weiterer Frosch lässt sich ablichten.
Irgendjemand hat sein Ei hier liegen lassen..
Dass es sich wirklich um ein Moor handelt habe ich natürlich getestet: Der Boden rechts und links vom Damm ist zwar bewachsen mit Moos, Heide und Gräsern, aber es schwimmt alles auf dem See oder es ist sehr feuchtes Moor. Mein Fuß wurde nach einem halben Druck darauf schon feucht und ein Stock ging glatt 80cm in die Tiefe. Also besser auf dem Weg bleiben!
Wollgras
Alles Moor. Hinten rechts erkennt man den offenen See.
Der Weg geht weiter
Die Sonne brannte gut auf uns herunter und wir kamen bei dem spärlichen Schatten gut ins Schwitzen. Ein paar Schmetterlinge ärgerten uns auch in dem sie einfach vorbeiflatterten und sich kurz setzen, aber sofort wieder abhoben..
Unbekannter Käfer (Mitte des Bildes)
Grüne Pampe
Und auch die Hummeln wollten mir nicht unter die Linse kommen!
Abgestorbener Baum
Weg versperrt
Plötzlich war der Weg zu Ende. Er war versperrt und durch umgestürzte Bäume und den feuchten Boden sah es so aus als ob unser Ausflug hier enden und wir den Rückweg antreten müssten. Wir stiegen unter einem Baum hindurch und hatten nun eine seehr matschige Stelle von ca. 1,8 Breite zu überqueren. Einige Stöcke lagen im Matsch als Tritthilfe, sahen aber nicht sehr vertrauensvoll aus.
Meine Führerin wagte es zu erst, trat auf und.. der Schuh blieb stecken, sie war angekommen. 😀
Ich schaffte es mich zu strecken, den Schuh zu retten und anschließend ans andere Ufer zu kommen.
Schmatz! Da war der Schuh fest..
Das vordere Drittel war gefährlich für den Schuh!
Was für eine Aussicht!
Die Gefahr hatte sich aber gelohnt und wir konnten erst eine tolle Aussicht auf den See mit dem Sender im Hintergrund genießen und danach unseren Rundweg weiter fortsetzen. Eine Motive krochen und hüpften mir auch noch vor die Linse.
Herr Schnecke
Hummel und Glasmüll..
Zum Abschluss posierte noch ein kleiner Frosch bevor sich der Weg fast verlief und wir bald wieder auf den Forstweg trafen und zu unseren Fahrrädern zurückkehrten.
Was für ein toller Ausflug. Ich hatte ja nicht geahnt dass sich in diesem Wald so ein Schatz versteckt. Sicher werde ich öfter dorthin gehen. 🙂
Ich hatte mich entschlossen mit einer befreundeten Familie einen gemeinsamen vormittäglichen Spaziergang durch das „Stiftungsland Schäferhaus“ bei Harrislee zu machen. Dort leben halbwilde Koniks (Pferde) und Galloway-Rinder und allerhand anderes Getier.
Bei mittelmäßigem nassen Wetter ging es vom Oxer aus los und nach kurzer Zeit erblickten wir die ersten Kühe in der Ferne. Noch waren sie hinter einem Stacheldraht und weiter weg. Dann aber gingen wir durch ein Tor und kamen den Kühen schon näher, aber immer noch hinter einem Stacheldraht. Und plötzlich die erste Überraschung: Inmitten der Kuhherde ein stattlicher Rothirsch mit einem Geweih mit 10 Enden! Keine 50m weg von uns!!
Knips, knips, knips, knips! Wow. Hat sich er Spaziergang doch trotz des miesen Wetters gelohnt.
Kurze Zeit später kamen wir am Ihlsee vorbei und von dort aus, wieder durch eine Weidetür, zu den Hügelgräbern aus der Bronzezeit. Wir informierten uns bei einem offenem, restaurierten Grab an der vorhandenen Tafel und ich stieg auf ein anderes Grab hinauf. Es ist praktisch ein 3m hoher flacher Hügel.
Plötzlich war aus der Ferne lautes energisches Muhen zu hören. Und dann sah ich dass die kleine Herde sich bewegte. Eine weiße Kuh führte die Herde an und muhte sehr wild. Nach einiger Beobachtung stellte ich fest: „Die Herde Kühe kommt in unsere Richtung!“
Zu diesem Zeitpunkt war das aber noch kein Grund zur Beunruhigung. Aber wieder unten auf dem, wohlgemerkt regulären Weg, bog die Herde auch auf diesen ein und lief im Kubtrab genau auf uns zu. Immer noch unter heftigem Muhen. Und kamen doch schnell näher. Wir 6 Erwachsene, ein Baby und ein Kind (3 Jahre) guckten erstmal doof. Dem Kind wurde es schon etwas unwohl..
Langsam wurde uns klar dass die wirklich eindeutig auf uns zu liefen! Und das merkwürdigste daran war: Auch der Hirsch hatte sich der Herde angeschlossen und beobachtete das Geschehen aus dem Hintergrund! Etwas unwohl war uns dann doch und so gingen wir erst vor der Herde her bis wir dann beschlossen einfach vom Weg abzubiegen und uns langsam zu entfernen. Glücklicherweise bog die Herde dann genau in die andere Richtung ab und wir waren wieder „in Sicherheit“. Wirklich in Gefahr waren wir natürlich nicht aber ein komisches Gefühlt hatten wir schon. Waffeln mit Kirschen und Puderzucker beschlossen und befriedeten dann den turbulenten Spaziergang.
Heute sang meine Mutter mit ihrem Nordertor-Chor in der St. Marienkirche und ich wollte vorher noch mit der Kamera auf dem Weihnachtsmarkt nach ein paar Motiven stöbern. Dass es voll sein könnte hätte ich mir ja denken können aber dass es dann so voll ist?! Das Parkhaus Speicherlinie zeigte schon „Belegt“ an. Zum Glück fuhren aber ständig einzelne Autos raus und rein. Parkplatz bekommen und ab in die große Straße und Richtung Südermarkt.
Dort war kaum ein Durchkommen! Wirkliche Menschenmassen (übrigens gefühlt unsere dänischen Nachbarn) schoben sich durch den Holm. Ist ja so gar nicht mein Ding. Ein paar Fotos blieben aber hängen.
Am Südermarkt noch mit Bekannten geschnackt und einen Punsch getrunken, dann musste ich auch langsam Richtung Nordermarkt. Einmal durch die Massen in die andere Richtung.. Am Nordermarkt zur Stärkung schnell eine Thüringer und einen Apfelpunsch eingenommen und ab in die Marienkirche.
Platz war hier zum Glück noch reichlich. Eine echte Erholung im Vergleich zu dem Trubel draußen. Es hatten sich sogar fast alle daran gehalten ihr Handy nicht zu benutzen. Nur eine mittelalte Dame hatte sogar ihre Tastentöne an.. Andacht war ok. Der Chor war super! Überwiegend bekannte Weihnachtslieder, ein paar unbekannte, ein bisschen Orgelsolo (Gänsehaut) und zwei gemeinsam mit den Zuschauern gesungene Lieder. An dieser Stelle eine kleine Werbung für den Nordertor-Chor.