Bestellt wird an Automaten ähnlich wie in großen Fast-Food-Restaurants. Bezahlt wird kontaktlos oder mit Karte. Getränke kann man sich selber aus dem Kühlschrank nehmen. Das Essen war schnell fertig und informiert wurden wir mit Piepern am Platz.
Das Ambiente ist allerdings sehr minimalistisch gehalten. Rohe Wände, Edelstahlstühle und Metalltische. Fühlte sich eher an wie Mehrbettzelle im Gefängnis. Leider null gemütlich.
Katharinas Sandwich und meine Pizza waren gut. Aber so unendlich begeistert war ich irgendwie nicht. Mir fehlte Salz. Aber es war schon eine gute bis sehr gute Pizza.
Für eine Pizza, ein Sandwich und zwei Getränke haben wir 35,90 € bezahlt. Fair.
Feste Termine im Jahr sind für mich die Teilnahmen an ein bis drei Whiskyproben im Einstein in Husum. Laut Fotos auf meinem Handy bin ich bereits seit Ende 2016 dabei. Damals war es die Probe mit der laufenden Nummer 54. Vorgestern war Probe Nummer 80.
Wir sind eine lose Gruppe von 11 Männern im Alter von 36 bis 63 Jahren, die sich im Laufe der Jahre immer verändert hat. Nicht alle können immer dabei sein, manchmal sind neue Gesichter dabei, manche kommen nicht mehr wieder, aber alle freuen sich immer, sich zu sehen. Für uns sind diese „Proben” inzwischen sehr liebgewonnene Termine geworden. Es ist wie ein kleiner Urlaub vom Alltag mit alten Freunden.
Was ist das Einstein?
Bar im Einstein
Das Einstein ist Restaurant und Kneipe und liegt ziemlich zentral in der Husumer Innenstadt in der Straße Osterende. Bekannt ist es für seine große Anzahl an offenen Whiskys und Rums und die gute, bodenständige Küche. Und natürlich den kleinen Whisky-Laden hinten im Hof.
Der klein Laden ist unscheinbar, hat aber gute Verbindungen zu Importeuren und kann deshalb auch oft Abfüllungen anbieten, die auf dem deutschen Markt sonst eher schwer zu finden wären. Teilweise gab es gewissen Abfüllung exklusiv nur dort. Und der dazugehörende Online-Shop ist nicht nur für Whisky-Liebhaber zu empfehlen.
Was ist die Whiskyprobe?
Seit 1999 findet etwa 20 mal im Jahr, immer an einem Samstag, eine Whiskyprobe im Einstein statt. An etwa acht Samstagen wird außerdem Rum verkostet.
Es werden nicht bei jedem der 20 Termine immer neue Whisky-Sorten verkostet, sondern es teilt sich in drei bis vier Blöcke im Jahr auf. Pro Block werden immer die gleichen fünf Whiskys zum Testen angeboten. Man könnte also bei mehrfachem Besuch auch mehrfach die gleichen fünf Schlückchen bekommen. Das heißt, wir bekommen bei drei besuchten Terminen auch immer 15 neue Whiskys angeboten.
Die 5 Gläser mit jeweils einem Schlückchen zum Probieren kosten zur Zeit 28 Euro. Wirklich betrunken wird man von der Menge aber nicht. Da muss man schon mit anderen Getränken für sorgen.
Ins Leben gerufen und durchgeführt wurden die Whiskyproben bis vor zwei Jahren durch den Inhaber Albert Jänike selbst. Albert sieht übrigens aus wie Albert Einstein. Vielleicht deshalb der Name des Lokals. 🤔
Inzwischen ist Albert im verdienten Ruhestand und kümmert sich nur noch um seinen kleinen Whiskyladen hinten im Hof. Die Aufgabe des Moderators hat jetzt der junge Vincent übernommen. Ein Angestellter des Lokals.
Das Vorgeplänkel
Meistens treffen wir, die Flensburger aus der Gruppe, uns vorher bei meinem langjährigen Freund Ronald auf der Terrasse, schnacken etwas, trinken schon mal ein Bier (oder zwei…) oder einen Whisky (oder zwei…).
Irgendjemand hat auch immer einen neuen Whisky, ein Bier oder eine andere Spirituose dabei, welche er natürlich gerne vorstellen und teilen möchte. Und auch die eine oder andere Zigarette wird geraucht. Die paar Mal im Jahr kann das ja nicht so ungesund sein…
Dann machen wir uns rechtzeitig auf den Weg ins Einstein. Manchmal fahren wir mit dem Bus nach Husum und besuchen vorher noch den Pub am Hafen, manchmal werden wir von Ronalds lieber Frau gefahren und in letzter Zeit teilen wir uns auch gerne mal ein Taxi.
Üblicherweise kommen wir dann erst Minuten vor Beginn der Probe in Husum an und nehmen unsere Plätze ein. Dort stoßen wir dann auf den Rest der Gruppe, alles Nordfriesen.
Ankunft im Einstein
Zu Beginn bestellt sich jeder erstmal ein Bier und wir stoßen gemeinsam auf einen netten Abend an.
Die Bedienung bringt dann an jeden Tisch einen Krug mit Wasser, Gläser, eine Schale mit Kaffeebohnen (zum Neutralisieren des Geschmacks zwischen den Whiskys), Stifte und einen Zettel mit einer Übersicht der zu verkostenden Whiskys des Abends.
Auf der Vorderseite sind die Flaschen abgebildet und daneben ist Platz für persönliche Notizen. Auf der Rückseite befindet sich eine Landkarte Schottlands mit den verschiedenen Whiskyregionen und verschiedenen Vorschlägen für Adjektive von Optik, Geruch und Geschmack.
Beginn der Veranstaltung ist dann um 17 Uhr.
Ablauf der Probe
Bar mit dutzenden Flasche
In jeder Runde stellt Vincent einen Whisky vor und erzählt etwas zur Destillerie, zum Whisky selbst, zu bekannten Personen oder zur Geschichte. Danach erhält jeder ein Nosing-Glas mit einem Schluck des Destillats und dann beginnt das große Sehen, Riechen, Schmecken und Fachsimpeln.
Geschmacklich beginnen die Whiskys meist sehr mild und mit einem geringen Alkoholgehalt, bis hin zu den „Sherry- und Torfbomben“ am Ende, die sehr geschmacksintensiv und alkoholstark sind. Andersherum würde es die Geschmacksnerven belegen.
Nach einiger Zeit kommt Vincent dann mit der Originalflasche herum, fragt, wie der Whisky so gefällt, was man dazu meint und verrät dann auch den Preis. In letzter Zeit schätzen wir am Tisch immer den Preis der Flasche. Die Spannweite reicht dabei von Schnäppchen (bis 45 €) bis zu unverschämt teuer (> 180 €).
Übrigens kann man alle Whiskys des Abends auch im kleinen Laden bei Senior Albert erwerben. Und das tun wir auch regelmäßig.
Natürlich vergleichen wir immer die Preise zwischen Laden und online. Sehr sehr oft sind die Preise im Laden aber so gut, dass sich ein Online-Kauf einfach nicht lohnt. Außerdem wollen wir den Laden vor Ort unterstützen. Albert ist auch ein Kaufmann alten Schlages und schätzt die in der Branche oftmals betriebene Preistreiberei überhaupt nicht. Er macht immer faire Preise. So landen oft genug eine oder mehrere Flaschen bei uns in den Rucksäcken.
Eingang zum Laden im Hof
Das Quiz
Nach dem vierten Whisky werden dann die Zettel für das Quiz ausgeteilt. Die fünf Fragen darauf lassen sich theoretisch leicht beantworten, wenn man Vincents Ausführungen aufmerksam zuhört und versucht, sich alle Fakten zu merken.
Leider war unsere Gruppe bisher nur einmal erfolgreich. Und derjenige war auch nur einmal dabei. Glückspilz!
Das wir nie gewinnen könnte daran liegen, dass wir neben den Whiskys der Probe auch reichlich Bier trinken. Vielleicht sind die Fragen aber auch einfach zu schwer. Man weiß es nicht…
Die Zettel werden nach dem Austeilen des letzten Whiskys eingesammelt und nach einem Punktesystem ausgewertet. Falls zwei oder mehr Teilnehmer (es sind zu 95 % Männer) die gleiche Punktzahl haben, wird eine Stichfrage gestellt. Der Gewinner erhält dann eine Flasche Whisky.
Gestern waren es sogar, sage und schreibe, 11 Personen mit den vollen 10 Punkten. Da musste dann erstmal eine Stichfrage gestellt werden. Die Frage nach der Größe der maximalen Kapazität eines Bourbonfasses (Hogshead: 250 Liter) konnte dann nur eine Person beantworten innerhalb von zehn Sekunden richtig beantworten.
Essen
Nach dem Ende der Veranstaltung wird dann endlich das Essen bestellt, auf das wir schon lange warten. Inzwischen ist es dann schon 20 Uhr und wir sind alle sehr hungrig. Der Alkohol macht es sicherlich nicht besser …
Die Küche des Einstein bietet zum Glück eine große Auswahl an Speisen. Von Sauerfleisch über Currywurst bis hin zu Nachspeisen ist alles dabei. Alles ist gute deutsche Hausmannskost zu fairen Preisen. Und mit wirklich sehr reichlichen Portionen. Hungrig geblieben ist noch keiner von uns. 😉
Bei uns sind das Schnitzel Holstein und die Currywurst mit Pommes die Dauerbrenner. Zu allen Gerichten gibt es auch einen kleinen Salat. Für mich ist eine Portion Schnitzel (es sind meistens zwei kleine Schnitzel) immer viel zu viel. Vielleicht machen sie irgendwann mal eine Seniorenportion davon.
Essen ist da! Vorne Schnitzel Holstein, hinten Currywurst mit Pommes
Der Abend endet für uns dann in der Regel gegen 21 Uhr. Alle sind satt und zufrieden und treten dann den Heimweg an. Nach so einem Abend schläft es sich immer besonders gut.
Fazit
Unsere Truppe bei der 80. Whiskyprobe
Es ist immer wieder schön zur Whiskyprobe zu fahren. Geschmacklich ist immer wieder eine neue Nuance an Aromen dabei und die gemeinsame Fachsimpelei macht einfach Spaß. Wenn man dann noch DEN Whisky des Abends für sich gefunden und gekauft hat und der von Preis und Leistung perfekt ist war es besonders gut und bleibt in Erinnerung.
Unter dem Strich steht aber das Gesamterlebnis mit den langjährigen Mittestern im Vordergrund.
Also: Geht doch vielleicht mal zur Whisky- oder Rumprobe in das Einstein in Husum. Oder einfach zum Essen. Es lohnt sich!
Heute war wieder Reisetag. Unserer Reise führte uns vom Campingplatz bei Trier bis nach Stuttgart auf die Cannstatter Wasen.
Aber bevor ich weiter vom Tag berichte möchte ich noch vom Campingplatz erzählen.
Direkt an der Saar
Der Campingplatz „Naturcampingplatz Horsch“ liegt idyllisch direkt an der Saar in Konz, einem Ort neben Trier. Als wir gestern ankamen folgten wir dem Navi und wunderten uns erst kurz, denn wenn man dem Schild „Campingplatz“ folgt geht der Weg von der Straße ab und wird sofort ein Feldweg neben dem rechts und links hohes Gras steht. Wir dachten kurz dass das ja kein richtiger Weg sein kann..
Aber dann kamen wir an, J. meldete uns bei der Rezeption an. Die kleine Hütte ist urig aus Brettern gebaut und braun gestrichen. Drinnen gibt es einen Tresen für den Service. Vor Corona gab es wohl auch Bierausschank, der ist momentan eingestellt. Swantje hatte gestern ja schon von der lustigen älteren Frau mit dem Fahrrad mit Hilfsmotor berichtet, und wir bekamen unseren Platz zugewiesen.
Stellplatz in Horsch
Die Ausstattung des Platzes ist wirklich sehr naturbelassen. Viel Beleuchtung gibt es auf dem Platz nicht, nur ein Paar Laternen an der Einfahrt und zu den Stellplätzen am Wasser runter. Strom ist vorhanden und auch mehrere Wasseranschlüsse für Klo und Abwaschen mit Becken. Auch gibt es einen Außenwaschbereich mit Waschbecken zum Abwaschen und zum Entleeren der Chemietoiletten. Leider ist dort aber nur ein Kaltwasserhahn vorhanden. Und ich kann jetzt sagen: Das Abwaschen von fettigem Geschirr und Besteck geht mit sehr kaltem Wasser und auch viel, viel Spülmittel nicht wirklich gut.
Toilette auf dem Campingplatz in Horsch
Die Toiletten und die Dusche, es gibt für die Herren zwei Toiletten und eine Dusche, versprühen den Charme der frühen 70er, als Brauntöne auf Fliesen total in Mode waren. Und seitdem hat sich in dem Bereich dort auch nichts mehr getan. Die Dusche wird mit Duschmünzen betrieben, 5 Minuten pro Münze =0,50 €, bietet aber die Möglichkeit sie zwischendurch abzustellen und auch die Temperatur lässt sich durch Mischung der Hähne Kalt und Warm mischen.
Die 3 Waschbecken sind knapp über Kniehöhe angebracht, was für Kinder sicherlich praktisch ist aber für Erwachsene den Charme eines Pinkelbeckens hat. Naja sauber sind wir geworden und sauber waren die Anlagen auch.
Waschbecken auf dem Campingplatz in Horsch
Die Fahrt verlief von Trier nach Stuttgart ansonsten ereignislos bis wir auf der A81 in der Höhe von Freiberg am Neckar auf einen Stau zukamen. Eine sehr gute Rettungsgasse wurde schon gebildet und die Polizei kam uns schon auf der Gegenfahrbahn mit Blaulicht und Horn entgegen. Kurz danach fuhren die Feuerwehren Pleidelsheim und Freiberg am Neckar (5 Fahrzeuge, 1 Anhänger), Polizei (2 Streifenwagen) und der Rettungsdienst (3 RTW) zur Einsatzstelle.
Die Anzeige der Ankunftszeit am Ziel von unserem Navi ging rapide nach oben, aber zum Glück ging es stockend weiter und bald passierten wir einspurig die Unfallstelle. Dort standen drei Autos, eines im Graben und ordentlich demoliert, die irgendwie verunfallt waren. Im Nachhinein erfuhren wir aus der Presse, dass sich zwei Autos berührt und anschließend überschlagen hatten, das dritte Auto wurde nur leicht beschädigt. Insgesamt gab es 5 Verletzte, eine Person davon schwer.
Rettungsdienst an der Einsatzstelle
Nachdem wir an der Unfallstelle vorbei waren kamen wir dann auch schnell am Campingplatz an der Cannstatter Wasen an in Stuttgart an. Der Platz liegt wirklich direkt neben dem Festplatz am Neckar und versprüht den Charme eines LKW Rastplatzes. Der gesamte Platz ist nämlich mit Rasengittersteinen aus Beton ausgelegt.
Campingplatz Cannstatter Wasen
Wir bauten schnell auf, inzwischen haben wir da Routine entwickelt, und machten uns auf den Weg nach Esslingen zu den Großeltern von Swantjes Neffen L. Dort wurden wir herzlich mit Kaffee, Sahne, Zwetschgen- und Pfirsichkuchen empfangen. Nach einem kleinen Plausch fuhren wir dann gemeinsam zum Abendessen nach Esslingen in die Gaststätte „Restaurant Palmscher Bau“.
Ausblick von den Großeltern ausAlte Hauptfeuerwache Esslingen, heute umgebaut mit GeschäftenEingang Palmscher Bau
Was für ein Traum! Das Haus ist aus 18. Jahrhundert und schon von außen nett anzusehen. Innen zeigt es aber seine ganze Pracht: Dicke verwitterte Holzbalken, knarrende Dielen, rustikale Tische und Stühle. Überhaupt die ganze Einrichtung ist sehr geschmackvoll und historisch angelehnt und hat einfach den Charme eines alten, urigen Wirtshauses wie ich mir es vorstelle. Natürlich gibt es auch einen tollen Biergarten mit Kastanien, den wir aber aufgrund der Temperaturen nicht aufsuchten.
Im Gasthaus „Palmscher Bau“
Wir ließen uns lieber innen verwöhnen mit traditioneller schwäbischer Küche wie Linsen mit Spätzle, Schweinebraten, Sauerbraten oder Knüsperle (gebratene Schweinenackenstreifen). Dazu gab es Bier aus der Region und anschließend einen Obstler, für den wer wollte.
Abendbrot im Palmschen Bau: Vorne Schweinebraten, oben Linsen mit Spätzle
Danach führten uns L.s Großeltern noch ein wenig durch die sehr schöne, mittelalterliche Innenstadt von Esslingen mit vielen Fachwerkhäusern, steinernen Gassen und einem Fluss mit Wasserrad der mitten durch die Stadt fließt. Unter dem alten Marktplatz befinden sich sogar die Gewölbe der Sektkellerei Kessler und dort wird auch wirklich noch Sekt gelagert und gereift.
Altes Rathaus Esslingen
Ein Besuch der „Weinstube Kleine Traube“ auf ein Glas Wein rundete den Abend ab bevor wir uns bedankten und verabschiedeten und zurück nach Stuttgart fuhren.
Heute war ein kurzer Tag, jedenfalls vom Programm. Wir fuhren um kurz nach neun in Essen los in Richtung Köln. Nach knapp 2 Stunden und etwas Stau unterwegs, kamen wir in Köln auf dem Campingplatz Berger an. Dieser liegt nicht weit vom Hauptbahnhof direkt am Rhein. Leider verabschiedete uns Essen und begrüßte uns Köln mit Regen. Unser erster Regentag, sozusagen.
Regen auf einer Rheinbrücke
Nach dem Aufbau auf dem Campingplatz fuhren wir erst kurz einkaufen um wichtige Lebensmittel zu besorgen (Abendessen und Bier) mit dem Auto zum Park-and-Ride Parkplatz um von dort mit der Straßenbahn zum Dom zu fahren. Für Radfahren bei Regen waren wir zu fein. 😅
Kölschsorten
Ein Ticket war schnell gefunden (3€ pro Person und Fahrt) und los ging die Fahrt. Für mich war besonders, dass die Straßenbahn irgendwann unter der Erde verschwand und wie eine U-Bahn weiterfuhr. Nach einem gefühlten dreifachen Umweg, im Vergleich zur Strecke direkt am Rhein mit dem Fahrrad entlang, kamen wir am Dom/Hauptbahnhof an.
Kölner Dom
Dort buchten wir in der Touristeninformation eine Stadtrundfahrt mit dem Bus. Auf dieser wurden uns dann die Highlights von Köln gezeigt. Oder was man für solche hält. Denn wir waren nicht sehr angetan von Köln. Und ich persönlich muss leider sagen: Es war die langweiligste Stadtrundfahrt die ich je gemacht habe. 🙈😴
Stadtrundfahrt mit Tücken
Hohenzollernbrücke Köln
Außer ein paar alten Kirchen und wenigen alten Häusern überwiegten Betonbauten der 50er bis 70er oder große Einkaufsläden. Köln hat durch die Zerstörung im zweiten Weltkrieg leider wirklich wenig alte und auch wenige hübsche Bausubstanz. Tja.. Weiß ich das jetzt auch.
Zielgruppengerechte Werbung vor einer Polizeiwache
Für eine kleine Stärkung kehrten wir noch in einem Café ein und tranken und aßen etwas. Auf dem Weg zurück zum Dom blieb mein Auge an der Auslage einer Bäckerei hängen, an der interessante, mit Mandelscheiben beklebte Brezeln hingen. Mein Vorschlag drei Brezeln testweise zu kaufen und abends zu verzehren wurde einstimmig angenommen und so kaufte S.drei von den Brezeln. Allerdings mit deutlicher Verzögerung denn die Kundin vor S. wollte jede Scheibe Brot und jedes Brötchen einzeln betrachten… 😩🙈
Kölner Nougat-Brezeln
Abschließend fuhren wir mit der Straßenbahn zurück zum Auto und zum Campingplatz. Ein paar Burger vom Grill füllten uns dann noch angenehm die Mägen. Und ein paar alkoholische Getränke rundeten den Tag dann ab.
02.09.2020 Tag 4 – Essen, Zeche Zollverein und Radtour um den Baldeneysee
Vierter Tag des Urlaubes. Dritter Tag im Wohnwagen. Verschlafen und mit kleinen, müden Augen stehe ich um kurz nach acht auf, um die Sanitärräume aufzusuchen. Es ist ziemlich kalt (ich bin nur in kurzer Hose und Jacke) und noch liegt eine dichte Nebelschicht über dem Campingplatz an der Ruhr. Die Sonne vermag nur zaghaft ihre Strahlen durch den grauen Schleier der Dämmerung zu senden. Das Gras, der Tisch, die Stühle und mein Fahrradsattel sind nass vom Morgentau, welcher mir ein paar kleine neue Nachbarn nahe unserem Wohnwagen offenbart: Zwei Kreuzspinnen haben über Nacht ihr Netz aufgespannt und warten in der Mitte geduldig auf ein armes Opfer was ihr Frühstück werden könnte. Dicke Tautropfen hängen an den einzelnen Fäden und ich wundere mich über den Erfindungsreichtum der Natur, solche fantastische Kreaturen hervorzubringen.
Kreuzspinne mit Tau
Oh.. Entschuldigung. Irgendwie bin ich kurz in den Schriftstellermodus verfallen. 😆 Also weiter im Text:
Nur kurze Zeit später setzte sich die Sonne durch, die Nebelschwaden verzogen sich und blauer Himmel begrüßte uns.
Blauer Himmel über dem Campingplatz
Nachdem wir alle drei geduscht haben frühstücken gemütlich wir vor dem Wohnwagen. J. war schon früher wach als S. und ich und hat beim Bäcker auf der anderen Seite der Ruhr ein frisches Brot gekauft. Es war ein Sauerteigbrot mit Sesamkruste und es schmeckte wirklich sehr gut. Der Bäcker hat seinen guten Ruf (Bio, regional usw.) anscheinend zu Recht.
Zeitig machen wir uns mit dem Auto auf zur Zeche „Zollverein“. Diese war nur etwa 6 km durch vom Campingplatz entfernt und so waren wir nach zwanzig Minuten bereits da. Schon von weitem ist der ikonische Förderturm das ikonische Fördergerüst zu sehen.
Fördergerüst Zeche Zollverein
Die Zeche „Zollverein“ wurde 1851 gegründet und bis 1986 wurde an diesem Ort Steinkohle aus bis zu 1.000 m Tiefe (bergmännisch: Teufe) gefördert und in der Kokerei in Koks umgewandelt um anschließend mit Güterzügen direkt zu den Hochöfen des Ruhrgebietes zur Stahlherstellung gebracht zu werden. Seit der Schließung ist man aber, nicht nur in Essen, bemüht den „Strukturwandel“ zu gestalten und positive Effekte für die Region zu erreichen.
Ruhrmuseum
Bei Zollverein hat man sich dazu entschieden es zu erhalten, die Böden sind zu verseucht und die Anlage stand schon bei der Schließung unter Denkmalschutz, und für Kunst und Kultur öffnen. So finden sich Galerien, Veranstaltungsräume und Museen in den alten Hallen. Dabei hat man es geschafft das Alte mit dem Neuen gut zu verbinden wie ich finde.
Treppenhaus im Ruhrmuseum
Im Ruhrmuseum, alt neben neu
Wir besuchten als erstes das Ruhrmuseum welches einen wirklich umfassenden Überblick über Geschichte, Kultur, Leben und Entwicklung des Ruhrgebietes gibt. Das reicht von Saurierfunden über die Geschichte der Römer, die Nazizeit, Tierwelt, Leben im Ruhrgebiet damals und heute bis zur Handwerkskunst des Mittelalters oder kirchlichen Reliquien. Mir persönlich hat vielleicht eine rote Linie gefehlt.
Füchsin und Junges
Vielleicht hätte man verschiedene Pfade machen können wie „Bergbaupfad“ oder „Steinzeit im Ruhrgebiet“. Knapp drei Stunden verbrachten wir im Museum um anschließend zu Fuß rüber zur alten Kokerei zu gehen wo wir eine geführte Tour gebucht hatten. Diese fand aber erst um 14:30 statt und es war erst 12:30.. Also nutzten wir die Zeit um im Cafe & Restaurant – Kokerei Zollverein zu Mittag zu essen. Ich hatte grobe Bratwurst, Kartoffelstampf mit Speck, Brokkoli und Zwiebelsauce. Lecker wie bei Oma! J. hatte Kartoffelsuppe und S. Currywurst+Pommes, die Ruhrgebietplatte. 😁
Mittagessen in der Kokerei
Da anschließend immer noch Zeit war besuchten wir kurz die Ausstellung „SURVIVORS – Faces of Life after the Holocaust„, die kostenlos in der alten Mischhalle der Kokerei zu sehen war. Ich war nicht so in der Stimmung für diese Art von Ausstellung aber beeindruckend waren die Räumlichkeiten: Die alten Vorratsbunker der Mischanlage der Kokerei Zollverein. RIESIGE Trichter in denen Kohle gelagert wurde.
Ausstellung „Sourvivors“
Treppenhaus im Trichter
Treppenhaus im Mischhaus (von oben)
Wendeltreppe
Danach startete die Führung am Infokiosk. Ein studierter Führer, ein echtes Essener Original, begrüßte uns und stimmte uns auf die Geschichte der Gegend, der Kohle und den kleinen und großen Problemen des Ruhrgebietes ein. Er erklärte uns beim Durchgehen die Herkunft der Kohle und die Funktion der einzelnen Teile einer Kokerei. Absolut beeindruckend so eine gewaltige Anlage im Stillstand und nach 30 Jahre Verfall zu sehen. Kaum vorstellbar für uns Laien wie dieses Biest bei laufendem Betrieb ausgesehen haben muss. 30 Jahre Betrieb ohne Pause wohlgemerkt! Unfassbar. 😳
In der Kokerei 2
In der Kokerei
Schwer beeindruckt verließen wir danach das Gelände und fuhren nach einem kurzen Einkauf zurück zum Campingplatz. Dort gönnten wir uns eine kurze Pause um dann mit den Rädern ein wenig dem Ruhrradweg in Richtung desBaldeneysees zu folgen. Kurz durch den Ortskern von Werden ging es am Sperrwerk des Sees vorbei und weiter sehr flott und einfach auf ebener Strecke voran.
Segler auf dem Baldeneysee
Auf dem See herrschte ein reger Betrieb von Seglern, Ruderern, Kanuten und Stand-Up-Paddlern. Schnell hatten wir ein Viertel des Sees umrundet und nach einem Blick auf die Karte schien eine komplette Umrundung nicht mehr so weit zu sein. Also traten wir in die Pedale und hatten auch bald schon die alte Eisenbahnbrücke erreicht, die für uns das andere Ende des Sees war.
An der dortigen Gaststätte beschlossen wir unser Abendessen zu uns zu nehmen, was eine gute Idee war denn dort ist Mittwoch immer Grilltag und wir bekamen so Schweinekotelett bzw. Hähnchenbrustfilet vom Schaugrill. Angenehm gesättigt fuhren wir schließlich auf der anderen Seeseite zurück zum Campingplatz. Leider war diese Seite nicht so nahe am See und nicht so schön von der Aussicht, jedoch genauso gut zu fahren.
Schacht Carl Funke
Wir passierten den stillgelegten Schacht Carl Funke und fuhren unterhalb der Villa Hügel zurück. Dort ließen wir den Tag ruhig ausklingen.
Sonnenuntergang über dem Baldeneysee
Hinweis: Ich werde die nächsten Berichte etwas kürzer halten müssen, mir fehlt einfach die Zeit so ausführlich zu schreiben wie ich möchte.. 😩
01.09.2020 – Tag 3 – Münster -> Haltern am See -> Essen
Die zweite Nacht im Wohnwagen. Meine erste auf einem Campingplatz überhaupt. Ich habe schon viel besser geschlafen, nur die Planung mit den Toilettengängen in der Nacht muss noch besser werden. 😅
Nach der Morgentoilette mit Duschen (Duschmünzen, ziemlich kalter Raum) frühstückten wir nett aber bei kühlen Temperaturen um uns danach abfahrbereit zu machen. Noch schnell das Geschirr abgewaschen und los ging es auf die Autobahn in Richtung Haltern am See.
Legionärshelm
In Haltern parkten wir direkt vor dem Römermuseum auf dem Parkplatz und gingen als erstes in die Ausstellung. Neben der Ausstellung, also dem eigentlichen Museum, gibt es noch einen Außenbereich. Dort hat man einen Teil des riesigen Lagers wiederaufgebaut, welches die Römer hier vor knapp 2000 Jahren (Um das Jahr 0 herum) errichtet hatten.
Einen Teil der Lagerbefestigung, Holz/Erdwand mit Wachtürmen, und den Doppelgraben hat man, teilweise mit den Werkzeugen und Techniken von damals, nachgebaut. Beeindruckend dass die Soldaten damals alles vor Ort gebaut und hergestellt haben: Bäume gefällt, Balken gezimmert, Gräben gegraben, Geschirr hergestellt und so weiter.
Zinnfiguren vs. Asterix und Obelix
Nachgebaute Wehrmauer der Römer mit Doppelgraben
Ich und Fritz auf der Wehrmauer
In der Ausstellung gab es dank Corona keine Führungen aber dafür gratis einen Audioführer auf der Basis von QR-Codes an den Ausstellungsteilen den man mit dem Handy anhören konnte. 👍 Hier stehen aber auch die fast 15.000 (!) Playmobilfiguren die die Sendung mit der Maus für eine Darstellung der Varus-Schlacht (YouTube Teil 1, Teil 2) benutzt hatte. Die Figuren zogen sich über Kopf durch die ganze Austellungshalle. Wahnsinn!
Zügel und Zaumzeugteile
Nach dem Besuch des Museums mussten wir in Dülmen noch einen Fahrradladen aufsuchen um eine Ersatzschraube für das Pedal von J. zu finden. Die morgendliche Suche in Münster von J. war leider nicht von Erfolg gekrönt. Er brauchte Schraube B und der Laden hatte nur Schraube A und C da. 😩
In Dülmen wurden wir dann aber glücklicherweise in einem Laden fündig. Die Schraube gab es, zwar gebraucht, umsonst bzw. gegen eine kleine Spende in die Tageskasse. J. war wieder glücklich.
Nach einer Fahrt quer durch das Ruhrgebiet kamen wir schließlich am Campingplatz in Essen-Werden an. Leider war es erst 20 nach zwei und der Platz hatte bis drei Uhr Mittagsruhe. So „mussten“ wir also noch eine Mittagsstunde machen bevor wir auf den Platz konnten. 😇
Beim Aufbau des Wagens fiel dann auf dass jemand (ich 😶) das Anschlusskabel für den Wohnwagen wohl in Münster vergessen hat. Zum Glück gab es an der Rezeption des Campingplatzes welche zum leihen.. Ich werde dann wohl ein neues Kabel kaufen müssen dürfen.
Nach kurzer Orientierung auf Google-Maps folgten meine Reiseteilnehmer meinem Vorschlag noch mit dem Rad am Rande der Ruhr dem Radweg zu folgen und nach Essen-Kettwig zu fahren, was laut der Bilder sehr idyllisch sein sollte. Die Fahrt war wirklich sehr angenehm und leicht denn der Ruhrradweg führt hier immer direkt am Ufer der Ruhr entlang und hat nur minimales Gefälle (bzw. Steigung). Es war gut etwas los an Jogger*innen und Radfahrer*innen. Aber auch auf der Ruhr war einiges los in Form von Kanuten und Ruder*innen.
Rudertraining auf der Ruhr
Malerisch – Ruhrradweg an der Ruhr
Der Ortsteil Werden bzw. Kettwig ist so überhaupt nicht so wie man Essen erwartet. Nämlich sehr ländlich und grün! Und überhaupt nicht dreckig und laut wie das Stereotyp war. Teilweise waren Bauernhöfe und Weiden entlang des Radweges zu sehen. Einmal sogar ein großer Schwarm Gänse auf einer Wiese.
Gänse auf der Wiese in Essen
In Kettwig angekommen liefen wir über die alte Bogenbrücke, ein bisschen an der Ruhr entlang und durch die kleinen Straßen des Ortskerns mit seinen mit Schiefer verkleidet und gedeckten Fachwerkhäusern. Abschließend stärkten wir uns für die Rückfahrt mit einem Schinken-Käse-Toast und einem Getränk (2x König-Pilsner und 1x Aperol-Spritz).
Kettwiger Mühlengrabenbrücke
Das wird eng – Hauswand an Haustür
Wieder fiel uns auf dass es hier anscheinend viel mehr Wespen gibt als bei uns zuhause denn hier vor dem Café und auf dem Campingplatz schwirrten gleich etliche der gelben Gesell*innen herum und störten uns teilweise doch etwas. Sogar eine improvisierte Wespenfalle stand herum und war komplett voll mit toten Wespen.
Danach fuhren wir den selben Weg zurück zum Campingplatz um die Planung für die nächsten Tage voran zu treiben und uns mit Pestonudeln zu stärken. Eigentlich wollen wir morgen nach Essen auf die Zeche Zollverein aber anscheinend ist online schon alles ausgebucht. Naja wir werden schon etwas mit Bergbau finden. 🙂
Nach langer Pause gibt es einen neuen Beitrag. Ich war nämlich mal wieder verreist. Ja, auch in Zeiten von Corona. Genauer gesagt war ich mit meiner neuen Freundin (Kürzel K.) für einen kurzen, entspannten und möglichst menschenarmen Urlaub (2 Übernachtungen vom 1.-3. August) auf Pellworm. Eigentlich wollten wir nach Amrum, aber es ist halt Hochsaison und deshalb war alles voll. So machten wir uns also am Samstag vom Hafen Lüttmoorsiel auf Nordstrand mit der Fähre auf nach Pellworm.
Pellworm liegt vor der Halbinsel Nordstrand, nahe Husum, an der Nordseeküste von Schleswig-Holstein und hat knapp 1000 Einwohner*innen.
Hafen Lüttmoorsiel
Nach einer Überfahrt von knapp 30 Minuten (13€ für Hin- und Rückfahrt zu Fuß, Parkplatz hinter dem Deich 6€ für 3 Tage) kamen wir am Tiefwasseranleger an. Den hat man gebaut um auch bei Ebbe dauerhaft ein Anlegen aller Schiffe zu gewährleisten. Der alte Hafen ist nur noch der Fischerei und den Seglern vorbehalten.
Anleger Pellworm
Direkt an der Fähre hält dann der Inselbus um einen nach Tammensiel zu bringen. Alternativ kann man auch den Inselfahrdienst (eine Art Taxi) rufen oder buchen (5€ pro Fahrt für Gäste mit Kurkarte). Von Tammensiel fuhren wir dann mit dem Inselbus weiter bis zu unserem Quartier der Nordseelodge an der Westküste der Insel.
Wir waren etwas verwirrt was es mit dem „Rufbus“ auf sich hat. Der hat zwar einen Fahrplan aber man muss trotzdem anrufen. Komisch. Nach der Fahrt damit ist es uns klar (hoffe ich): Der Bus fährt nur wenn sich Fahrgäste anmelden überhaupt los.
Unser Hotel, die Nordseelodge, liegt direkt neben der alten Kirche mit dem weit sichtbaren, alten Kirchturm. 2018 wurde der Neubau an den alten Teil vom Hotel angebaut, in dem heute das Restaurant ist.
Wir hatten ein Standard-Doppelzimmer mit Balkon gebucht (es soll wohl auch welche ohne Balkon geben aber irgendwie haben wir keine gesehen) und waren dann echt baff über das Zimmer. Wow! Groß, hell, schick eingerichtet und picobello sauber! 😃
Panorama vom Zimmer in der Nordseelodge (Leider etwas unordentlich. Entschuldigung 🙈)
Die Ausstattung vom Zimmer:
Ein großes Doppelbett
Kleiderschrank
Garderobe
ein (drehbarer) Fernseher mit allen Programmen und Internetanschluss (Mediatheken und Netflix ging also auch!!)
ein Sofa
ein Sessel
ein Schreibtisch und ein kleiner Tisch
Bad mit ebenerdiger Dusche
Minibar
Balkon mit Sitzgelegenheiten und Tisch
Das Hotel verfügt über einen eigenen Spa-Bereich im Keller und den haben wir dann auch gleich mal dafür angemeldet, Corona lässt grüßen, und genutzt. Es stehen drei Saunen zur Verfügung: Finnische Sauna, Bio-Sauna und Dampfbad. Leider war das Dampfbad wegen Corona gesperrt. In die anderen Saunen durfte man nur Zimmer bzw. Paarweise und musste draußen ein „Besetzt“ Schild umdrehen. Und natürlich musste man sich mit anderen Nutzer*innen die Saunen und den Ruhebereich teilen. Draußen kann kann man auch liegen, aber wohl nur mit Bademantel oder Handtuch weil alle anderen Gäste von oben auf den Rasen gucken können. 😆
Nach zwei Saunagängen gingen wir tiefenentspannt zum Abendbrot ins hauseigene Restaurant (auch nur nach Voranmeldung).
Meine Liebste hatte Kabeljaufilet mit Speckbohnen in Dijon-Senf-Sauce und ich den Braten von der Graugans mit Spitzkohl und Kroketten (leider kein Foto). EIN TRAUM! Wirklich eine sehr gute Küche!
Kabeljaufilet mit Speckbohnen und Dijon-Senf-Sauce
Als Nachtisch gab es für K. noch ein Toblerone-Parfait. Seeehr lecker.. 😇
Toblerone-Parfait ❤️
Danach packten wir ein großes Handtuch, 2 Gläser und eine Flasche Cidre ein um nochmal an den Deich zu gehen. Knapp 10 Minuten zu Fuß und schon ist man auf dem Deich. Etwas überrascht waren wir vom Wind. 🙄 Generell waren es 24 Grad auf der Insel, nur VOR dem Deich herrschte doch eine gute Brise so dass K. gleich kalt wurde und wir den Plan mit dem Cidre spontan aufgegeben haben.. 😅
Die Aussicht war natürlich trotzdem schön.
Blaue Stunde über Pellworm
Flut vor Pellworm
Nach kurzer Zeit sind wir dann (mit Sturmfrisur) zurück ins kuschelige Hotelzimmer.
Beim Ins-Bett-gehen bemerkten wir dann noch ein tolles Extra am Bett! Das Bild mit den Robben am Kopfende ist beleuchtet! 😍
Bettbeleuchtung
Am nächsten Morgen gab es dann Frühstücksbuffet im Restaurant. Ich fand es ok, ich bin aber auch nicht so der Fan von Frühstückbuffets in Hotels..
Für den Tag hatten wir uns im Hotel zwei Fahrräder reservieren lassen, die im hoteleigenen Fahrradschuppen stehen. Damit wollten wir einmal gemütlich die Insel umrunden. Und das haben wir dann auch gemacht. Immer gegen den Uhrzeigersinn am Deich entlang. Erst außen, dann innen.
Unterwegs trafen wir wirklich nur sehr wenige Menschen, was uns eigentlich nicht überraschen sollte aber ich hätte in der Saison mit mehr Betrieb gerechnet. Aber umso besser. Auf Höhe der Mühle befinden sich eine normale Badestelle und ein FKK-Bereich am Vorland. K. wollte gerne baden also sind wir am FKK-Abschnitt rein. Erst war es zwar recht frisch aber dann war es wirklich angenehm! 😊
Pelle von Pellworm macht FKK
Anschließend fuhren wir, mit leichter Abkürzung, nach Tammensiel um dort ein Krabbenbrötchen zu essen (Es war fast 14:00). Dies erwies sich leider als nicht möglich. „Tom`s Fisch und Grill“ wollte keine Bestellung mehr annehmen da ab 14:00 Ruhepause ist und im „Hafen Pub“ gibt es keine Fischbrötchen. Unbefriedigend.. ☹️
Also mussten wir noch bis zum Leuchtturm weiterfahren um am „Lighthouse Inn“ etwas zu essen und zu trinken zu bekommen. Aber auch dort gab es keine Krabbenbrötchen, dafür eine lange Liste von Single Malts.. 🤷♂️
Wir haben uns dann eine Portion Kibbelinge mit Pommes, ein Hefeweizen, eine Basilikumlimo und ein Eis gegönnt. Und waren wieder zufrieden. Der Besuch beim Leuchtturm fiel leider aus da der nur nach Anmeldung zugänglich ist..
Leuchtturm Pellworm
Nachdem wir die Insel einmal umrundet hatten haben wir noch einen Internetbekannten von mir getroffen und dann noch etwas auf das Meer geschaut. Lustigerweise waren auf unserem Abschnitt erst keine Schafe aber auf einmal setzte sich die ganze Herde in Bewegung und rannte an uns vorbei. Schon etwas komisch. 👀
Schafe und Rad am Deich
Den Abend haben wir nach dem, wieder sehr guten Essen, dann im Bett mit Netflix verbracht. 😇
Schaf im Fernglas
Fazit:
Pellworm hat uns zwei sehr entspannte Tage bei gutem, norddeutschen Sommerwetter beschert. Anreise, Hotel und Essen waren gut, natürlich überall mit Maske. Leider waren wegen Corona doch so einige Restaurants usw. auf der Insel geschlossen. War natürlich schade.
Wer also wirklich seine Ruhe haben und nicht vielen Menschen begegnen will, für den ist Pellworm genau das richtige. Sicherlich hätten wir auch noch einen Tage mehr im Inneren der Insel verbringen können und mit mehr Baden oder Kindern bekommt man sicher auch eine Woche gut gefüllt.