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  • Deutschland gegen den Uhrzeigersinn – Tag 7

    Deutschland gegen den Uhrzeigersinn – Tag 7

    Aufgrund von Problemen mit der Software sind heute leider keine Bilder dabei.  Problem behoben und Bilder nachgeliefert

    05.09.2020 Tag 7, Köln – Trier

    Fahrt mit Wohnwagen auf der Autobahn

    Heute darf ich (Swantje = S.) als Gastautorin mal einen Beitrag schreiben. Morgens gegen 6 Uhr wurden wir wieder kurzzeitig geweckt, da unser Camping-Nachbar mit seinem Motorrad losfuhr. Wobei, wir ist relativ… Henning hatte um diese Zeit bereits geduscht und war „ausgeschlafen“. Er weiß nun auch zu schätzen, wie schön es war, neben mir statt neben J. zu schlafen (J. schnarcht ein bisschen). Da mein Freund uns für ein paar Tage besucht, haben wir nämlich die Schlafquartiere etwas neu aufgeteilt…

    Gemeinsam frühstückten wir, packten zusammen und machten uns auf den Weg nach Trier. Dort konnte ich bei teilweise 10% Gefälle meine Fahrkünste mit dem Auto mit Wohnwagen unter Beweis stellen. Gegen 12.30 Uhr erreichten wir einen Naturcampingplatz in der Nähe von Trier. Wir hatten zuvor drei weitere Plätze abtelefoniert, doch alle waren übers Wochenende ausgebucht.

    Hier auf dem Platz empfing uns eines unserer Tageshighlights. Würden wir es nicht besser wissen, könnte man denken, die Dame sei einem Sketch von Loriot entsprungen. Sie, um die 60 Jahre alt, mit grauen Igelhaaren und einem Anti-Tarn Outfit (Gemusterte Bluse in Rot und Blau), geleitete uns auf ihrem benzinbetriebenen Fahrrad mit Hilfsmotor zu unserem maximal 80 Meter entfernten Platz. Aufgrund dieser „Corona-Geschichte“, wie sie es betitelte, war sie sehr darauf bedacht, dass unser Wohnwagen auch haargenau richtig ausgerichtet war. Sie schaute uns dabei ganz genau auf die Finger und wusste auch viel beizutragen, sodass nicht viel gefehlt hätte, bis bei J der Geduldsfaden gerissen wäre…

    Der Campingplatz liegt direkt an der Saar (unser Stellplatz ist keine 10 Meter vom Wasser entfernt). Leider ist der Platz relativ laut, da auf der gegenüberliegenden Saar-Seite eine Straße und Schienen langlaufen. Die Sanitäranlagen haben die letzte Modernisierung etwa in den 70er Jahren durchlaufen. Schöne gelb-braune Fließen weisen einem den Weg zu den kleinen WC-Kabinen, in denen man fast mit den Knien gegen die Tür stößt, wenn man auch der Toilette sitzt. Nach dem Aufbau und einer kurzen Pause machten wir uns mit dem Auto in die 13 km entfernte Innenstadt von Trier.

    Karl-Marx-Statue

    Trier ist die älteste Stadt Deutschlands. Dort angekommen gingen wir an einer Karl-Marx Statue (Trier ist sein Geburtsort) vorbei zum Porta Nigra. Das bedeutet übersetzt: schwarzes Tor. Dieses ist das Wahrzeichen der Stadt Trier. Es wurde 170 n. Chr. erbaut und war der nördliche Zugang zur Stadt. Im Anschluss gingen wir durch die sehr volle Fußgängerzone zum Dom. Der Dom ist vor allem von außen ein wirklich sehr eindrucksvolles Gebäude. Er ist zudem die älteste Bischofskirche Deutschlands.

    Trierer Dom

    Wir gingen noch weiter durch die Kopfsteinpflaster Straßen und sahen sehr viele alte, schöne Gebäude. Schlussendlich landeten wir für eine verspätete Mittagspause eher zufällig im Bistro Siena. Dieses entpuppte sich als richtiger Volltreffer. Wir aßen Bruscetta und „Pinsa“, ein pizzaähnliches Gebäck. Der Teig ist viel leichter, fluffiger und die Zutaten waren sehr frisch. Wir waren richtig begeistert vom Geschmack und auch vom Service. Hier also eine absolute Empfehlung!

    Pinsa

    Frisch gestärkt machten wir uns auf den Rückweg Richtung Campingplatz und kauften noch auf dem Weg ein. Neben regionalem Bier und allem für ein englisches Frühstück, welches Henning in den kommenden Tagen für uns zubereiten möchte, kauften wir noch Sachen fürs Abendessen ein.

    Auf dem Campingplatz angekommen fing ich an das Essen (Bandnudeln mit Schweinefiletspitzen in Champignon-Sahne Soße) vorzubereiten, die Männer räumten auf und wuschen ab und wir spielten noch ein paar Runden Triomino, bis das Essen bereit zum Verzehr war. Nun lassen wir den Abend mit Bio-Käsehäppchen und Weintrauben ausklingen und freuen uns auf morgen, wenn es weiter Richtung Stuttgart geht.

     

  • Deutschland gegen den Uhrzeigersinn – Tag 6

    04.09.2020 Tag 6, Köln – Bonn – Köln

    Puh. Der Tag heute verlief anders als geplant und die Popos von J. und mir tun jetzt doch etwas weh. 😆

    Der ursprüngliche Plan war ja mit den Rädern nach Köln in die Innenstadt zu fahren um dort das „Triangelhaus“ zu besteigen und von dort die Aussicht zu genießen. Oder so. Aber mir hat Köln nun von Anfang an nicht zugesagt und ich hatte die Idee mit der Bahn doch nach Bonn zu fahren um die alte Bundeshauptstadt mal zu erkunden. Diesen Plan trug ich meinen beiden Mitreisenden vor und sie waren erst skeptisch aber dann machte J. den Vorschlag doch mit dem Rad nach Bonn zu fahren, immer am Rhein entlang. Danach könnte man in der Bahn und den Rädern zurückfahren und so eine Strecke sparen und S. könnte ihren Freund F. vom Hauptbahnhof Köln abholen.

    Zebra auf dem Balkon. Haus gegenüber der Einfahrt zum Campingplatz

    Wir waren alle damit einverstanden und machten uns mit den Rädern auf nach Bonn. Der Radweg führte durch die Rheinauen, dann direkt am Rhein entlang und umging später ein großes Industriegebiet bzw. durchquerte es.

    Rheinufer bei der Fähre Mondorf

    Dann ging es wieder am Rhein entlang durch Bornheim bis schließlich nach Bonn. Eine kurze Pause machten wir bei der Fähre Mondorf. In Bonn fuhren wir zum Hauptbahnhof und S. informierte sich erstmal wie teuer eine Fahrkarte für Person plus Fahrrad wäre. Dabei kam die Idee auf dass sie alleine F. vom Bahnhof abholt und J. und ich noch etwas Bonn erkunden und dann mit dem Rad zurückfahren.

    Durchs Industriegebiet

    Und so machten wir es auch. J. und ich gingen durch die Fußgängerzone, die uns gut gefiel, kamen am historischen Rathaus vorbei, sehr hübsch, und machten uns bald auf den Rückweg. (Bonn hat mir übrigens auf Anhieb gut gefallen, im Gegensatz zu Köln..) Eigentlich wollten wir irgendwo nett einkehren aber irgendwie war da erstmal nichts (offen).

    Historisches Rathaus in Bonn

    Wir kamen gut voran, fuhren diesmal aber nicht direkt den Weg am Rhein sondern die Straße/den Weg etwas vom Wasser weg entlang. In Widdig, Ortsteil von Bornheim, fanden wir mit dem Restaurant Cafe Rheinterrassen einen tollen Pausenort mit bester Aussicht über den Rhein. So konnten wir ein wenig den Fluss und die Schiffe darauf beobachten und uns mit Pils (J.) und Pflaumenkuchen mit Kölsch (Ich 😆) stärken. Kurzzeitig fand sogar ein Feuerwehreinsatz auf dem Wasser statt denn wir sahen ein Feuerwehr- und ein Polizeiboot mit Blaulicht stromabwärts fahren. Was da los war haben wir bisher aber nicht heraus bekommen.

    Blick vom Restaurant Rheinterrassen
    Der Rhein unterhalb des Restaurants Rheinterassen

    Leicht erschöpft und mit beanspruchtem Hintern kamen wir dann wieder auf dem Campingplatz an. Nach einem großen Schluck Selter und einem Kölsch gingen wir vier dann gemeinsam zum Thailändischen Restaurant und ließen den Abend ausklingen.

    60 Kilometer Radfahren und 3km zu Fuß werden wohl reichen um uns gut schlafen zu lassen.😇😴

    Tagesbilanz meiner Apple-Watch
  • Deutschland gegen den Uhrzeigersinn – Tag 5

    03.09.2020 Tag 5 – Essen -> Köln

    Heute war ein kurzer Tag, jedenfalls vom Programm. Wir fuhren um kurz nach neun in Essen los in Richtung Köln. Nach knapp 2 Stunden und etwas Stau unterwegs, kamen wir in Köln auf dem Campingplatz Berger an. Dieser liegt nicht weit vom Hauptbahnhof direkt am Rhein. Leider verabschiedete uns Essen und begrüßte uns Köln mit Regen. Unser erster Regentag, sozusagen.

    Regen auf einer Rheinbrücke

    Nach dem Aufbau auf dem Campingplatz fuhren wir erst kurz einkaufen um wichtige Lebensmittel zu besorgen (Abendessen und Bier) mit dem Auto zum Park-and-Ride Parkplatz um von dort mit der Straßenbahn zum Dom zu fahren. Für Radfahren bei Regen waren wir zu fein. 😅

    Kölschsorten

    Ein Ticket war schnell gefunden (3€ pro Person und Fahrt) und los ging die Fahrt. Für mich war besonders, dass die Straßenbahn irgendwann unter der Erde verschwand und wie eine U-Bahn weiterfuhr. Nach einem gefühlten dreifachen Umweg, im Vergleich zur Strecke direkt am Rhein mit dem Fahrrad entlang, kamen wir am Dom/Hauptbahnhof an.

    Kölner Dom

    Dort buchten wir in der Touristeninformation eine Stadtrundfahrt mit dem Bus. Auf dieser wurden uns dann die Highlights von Köln gezeigt. Oder was man für solche hält. Denn wir waren nicht sehr angetan von Köln. Und ich persönlich muss leider sagen: Es war die langweiligste Stadtrundfahrt die ich je gemacht habe. 🙈😴

    Stadtrundfahrt mit Tücken
    Hohenzollernbrücke Köln

    Außer ein paar alten Kirchen und wenigen alten Häusern überwiegten Betonbauten der 50er bis 70er oder große Einkaufsläden. Köln hat durch die Zerstörung im zweiten Weltkrieg leider wirklich wenig alte und auch wenige hübsche Bausubstanz. Tja.. Weiß ich das jetzt auch.

    Zielgruppengerechte Werbung vor einer Polizeiwache

    Für eine kleine Stärkung kehrten wir noch in einem Café ein und tranken und aßen etwas. Auf dem Weg zurück zum Dom blieb mein Auge an der Auslage einer Bäckerei hängen, an der interessante, mit Mandelscheiben beklebte Brezeln hingen. Mein Vorschlag drei Brezeln testweise zu kaufen und abends zu verzehren wurde einstimmig angenommen und so kaufte S.drei von den Brezeln. Allerdings mit deutlicher Verzögerung denn die Kundin vor S. wollte jede Scheibe Brot und jedes Brötchen einzeln betrachten… 😩🙈

    Kölner Nougat-Brezeln

    Abschließend fuhren wir mit der Straßenbahn zurück zum Auto und zum Campingplatz. Ein paar Burger vom Grill füllten uns dann noch angenehm die Mägen. Und ein paar alkoholische Getränke rundeten den Tag dann ab.

    Graffiti in der U-Bahn